Fashion

Marilyn Monroe Moment

6. Juli 2017 // Eileen

Lasst uns über Kleider sprechen. Und Körpergrößen. Meine Freundin Sophia und ich haben uns uns diese Woche mal wieder über H&M unterhalten. Besser gesagt: Den Kopf geschüttelt. Denn Frauen jenseits eines B- oder C-Körbchens verlässt in den Umkleidekabinen 100-prozentig regelmäßig der gute Wille. Kleider, die eigentlich sehr gut sitzen und über Hüfte & Po passen, wollen sich einfach nicht um die Brüste schmiegen. Passiert mir übrigens auch sehr oft mit Blusen: Sobald Knöpfe im Brustbereich vorhanden sind, bilden sich unschöne „Lücken“ zwischen den einzelnen Knöpfen – so als würden sie jede Sekunde in Freiheit abspringen wollen. Was natürlich dafür sorgt, dass man frustriert aus der Kabine tritt, statt ein neues Kleid/Oberteil zu kaufen. Mir passiert so etwas regelmäßig – so dass ich seit Jahren Blusen offen trage und auch Kleider eher ohne Knöpfe kaufe. Denn sonst bleibt meist nur der Griff zu Overzised-Klamotten. Für mich theoretisch kein Problem, denn ich trage meist sehr gemütliche, weit geschnittene Sachen. Aber praktisch gesehen doch echt nicht optimal. Wenn ich ein Kleid in meiner Konfektionsgröße (38/40) kaufen möchte, dann wäre ich doch sehr glücklich, würde es an all meinen Körperstellen passen 😉

Sophias Tweet könnt ihr euch übrigens hier ansehen: https://twitter.com/kmbwsk/status/882277563049136128 

Ein ähnliches Phänomen sind Kleider, die viel zu kurz geraten sind. Klar – sieht total hübsch aus, wenn Models kurze Kleidchen präsentieren und ihre ellenlangen Beine damit gut zur Geltung kommen. Ja, sieht auch in Magazinen und auf Bildern einfach top aus. Aber im Alltag? Wenn du nicht gerade deinen Hintern der ganzen Welt zeigen willst, doch eher unvorteilhaft. Mein hellblaues Kleid von Zara, was ich in diesem Outfitpost trage, ist auch so ein Phänomen. Erst dachte ich, dass es eine lange Bluse ist. Aber nö – ein Blick auf das Preisschild offenbarte das kleine Wort „dress“. Schon im Laden dachte ich mir: NIEMALS ist das lang genug für ein Kleid, welches ich zur Arbeit, zum Dinner oder Bummeln anziehen würde. Weil ich Farbe und Schnitt aber so toll fand, kaufte ich es trotzdem. Und trage es seitdem überwiegend als Bluse über Hosen und Röcken. Damit lassen sich prima Lagen-Looks kombinieren, denn die Volants fallen so richtig schön und wehen im Wind.

Nur als Solo-Kleid ist es – ohne „Sicherheitshose“ – für mich komplett ungeeignet. Als drölzig Grad in Berlin waren, verzichtete ich zwar auf eine lange Hose oder dicke Röcke. Aber ohne Shorts hätte ich niemals das Haus verlassen. Beim Bücken würde ganz Kreuzberg sonst meinen Schlüppi sehen. Und wohl fühle ich mich natürlich auch nicht. Durch die Volants flattert das Kleid sehr leicht hoch – und der Marilyn Monroe Moment ist geboren.

Ich weiß nicht, wie es euch damit geht: Aber viel zu kurze Kleider, die eigentlich rein von der Länge her Kindern passen, lasse ich sehr oft einfach im Laden hängen. Weil ich weiß, dass ich entweder etwas drunterziehen muss, oder das Outfit sonst nur für Shootings verwenden kann. Da ich vor allem aber alltagstaugliche Outfits zeigen möchte, fällt Variante b) meistens flach. Aber hey – meine Sicherheitshose kommt durch das Outfit hier immerhin groß raus ;).

Kleid: Zara, Tasche: Mint & Berry* (übrigens gerade für 15 statt 50 Euro im Sale!) / Uhr: Skagen / Sicherheitshose: Lidl

6 Comments

  • Reply M. 7. Juli 2017 at 10:15

    Und woher hast du deine Sicherheitshose? 🙂

  • Reply Nele 7. Juli 2017 at 14:03

    Genau vor diesem Problem stande ich heute in der Umkleide! Die Bluse mit 2-3 Knöpfen offen tragen und dann Top bzw schönes Bustier drunter oder eben wieder zurück auf den Ständer stellen? Frage mich ob Designer manchmal nicht genug nachdenken und denken, dass jede Frau nur A oder B-Körbchen haben, oder warum manche Teile obenrum so unproportional geschnitten sind. Besonders nervig finde ich, dass selbst bei größeren Größen die Proportionen nicht stimmen. Wenn man im Bereich 42+ unterwegs ist, dann hat man ja meistens auch mehr Oberweite wie eine 36 oder 38, aber dennoch ist die Kleidung so geschnitten, als ob man Mückenstiche als Brüste hätte…Sehr frustrierend! Ende der Geschichte: Die Bluse ging zurück auf den Ständer und ich frustiert nach Hause.
    Die Länge der Kleider werden leider Gottes ja auch immer kürzer- wie du auch wunderbar feststellen durftest. Aber deine Lösung mit der „Spitzen“-Radler hat schon weider das gewisse Etwas und sieht super aus!

  • Reply Chiara 7. Juli 2017 at 18:48

    Habe auch immer das Problem und kaufe mir deshalb oft Kleider dann nicht. Brauche auch eindeutig so eine Sicherheitshose. Woher hast du deine? 🙂

    • Reply Eileen 8. Juli 2017 at 15:10

      Die ist von Lidl 🙂

  • Reply Johanna Maus 8. Juli 2017 at 0:28

    Schöner Text! 🙂
    Das Kleid hab ich auch, aber bisher hab ich es nur ohne Sicherheitshose undmanchmal mit Strumpfhosen getragen. Aber du hast Recht: es könnte locker 10cm länger sein und es wären noch immer kurz genug 😀
    Ich muss sagen, dass ich eigentlich (vor allem bei Oberteilen und Kleidern) keine geoßen Probleme habe, etwas Passendes zu finden, sofern die Kleider nicht so kurz sind (ich habe leider auch keine ewig lange und dünne Beime) Ich habe mir letztens Gedanken datüber gemacht, dass es wenig Auswahl für zB kleine pummelige Leute gibt (die müssen dann n Shirt in L oder größer tragen, was ihnen bis zum knie reicht… oder besonders große Menschen, die vielleicht auch dünn sind. Denen sind die Hosen in 36 ja meistens zu kurz, das ist zumindest bei meiner Freundin so.. Mit ner größeren Oberweite ist das ja nichts Anderes… oder bei kräftigen Beinen in Kombination mit einer Skinnyjeans- am Bund zu weit und an den Beinen so eng, dass die Hosen fast platzen 😀 … das ist bei mir schon so gewesen..

    Was mich aber auch total stört ist, dass alle Klamotten so unterschiedlich ausfallen (nicht nur die Länge, sondern auch die Breite) und man gar nicht weiß, nach welcher Größe man eigentlich suchen soll. In meinem Schrank hängen Größen von XS bis L. Bei Zara kaufe ich Oberteile meistens in L, weil ich das Gefühl habe, die fallen super klein/kurz aus. Bei Esprit und z.B. C&A kann ich eine 36/S tragen, bei H&M kann ich das vergessen. Vor allem fallen einige Skinnyjeans bei h&m super klein aus, sodass ich die Hose in Größe 38 nicht mal über den Po krieg, obwohl ich die ganze Zeit davon ausgegangen bin, dass 38 die Größe ist, die mir passt. Mir persönlich geht es nicht darum, um jeden Preis eine 36 tragen zu können, ich fände es nur toll, wenn die Größen einheitlicher wären und man nicht beim Suchen die Größe der Marke anpassen muss…

    Wünsche dir noch nen schönen Abend 🙂

    Johanna Maus

    PS: sorry wegen der Tippfehler, bin total müde 😀

  • Reply die chrissy 10. Juli 2017 at 20:57

    Also ich finde es auch echt heftig wie kurz die meisten leichten Sommerkleider sind und verzichte daher ebenfalls dankend. Das Brustproblem kenne ich hingegen nicht aber verzweifle regelmäßig an zu engen Ärmeln an Blusen

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