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Sport und Ernährung mit Gymondo: Meine Erfahrung mit dem „Bikini Body“-Programm

28. November 2017 // Eileen

FINALLY! Ich bin euch noch einen ausführlichen Bericht über Gymondo und meine Fitness- und Ernährungsroutine schuldig. Immerhin habe ich das Programm seit zwei Wochen durch und viele von euch fragten nach einem Artikel. So soll es also sein 🙂 Vielen Dank an dieser Stelle für die vielen lieben Nachrichten, die ich besonders auf Instagram bekam und die ganzen Nachfragen zum Programm und wie es mir geht. Das möchte ich euch nun alles ganz in Ruhe erzählen.

WIE FUNKTIONIERT GYMONDO

Ich habe mich vor etwa zwei Monaten bei Gymondo online registriert und mir ein Abo für 3 Monate gekauft. Bezahlt habe ich 30 Euro – also wenn man so möchte kostet mich jeder Monat zehn Euro. Das finde ich sehr fair und sehr günstig im Vergleich zu normalen Fitness-Studios, die dich vor allem meist für eine längere Zeit binden. Bei Gymondo kann ich bis kurz vor Ablauf der drei Monate jederzeit das Abo kündigen.

Wenn du dich bei Gymondo registrierst, erstellst du ein Online-Profil von dir. Quasi wie ein Facebook-Profil, wobei du das auch verknüpfen kannst. Du gibst am besten auch deine Größe, dein Gewicht und deine Maße ein. Denn je mehr Infos das Programm über dich hat, desto effektiver das Training. Und niemand außer dir sieht deine Zahlen! Ich habe also Gewicht, Größe und Umfang gemessen (es gibt auch detaillierte Beschreibungen, WIE du richtig deinen Körper ausmisst) und eingetragen.

Danach würde ich mir erstmal einen Überblick verschaffen. Gymondo funktioniert wie ein Mix aus Ernährungsumstellung und Fitness-Studio. Einmal eingeloggt, hast du Zugriff auf eine riesige Datenbank an gesunden Rezepten und auf diverse Sportübungen. Dazu gibt es allerlei Erklär-Videos. Zum Beispiel, wie Liegestütze und Lunges richtig gehen, aber auch was Aminosäuren eigentlich sind und wieso Zucker nicht so pralle für deinen Körper ist. Ernährungs- und Sportwissenschaftler beantworten in kurzen Videos viele Fragen, so dass ich mich gut informiert und abgeholt fühlte.

Du hast auch Zugriff auf die Online-Community, quasi ein eigenes Forum von Gymondo. Hier kannst du dich mit anderen Usern austauschen oder die Gymondo-Crew alles fragen, was du wissen magst. Ob es zu bestimmten Lebensmitteln ist, du etwas über Inhaltsstoffe der Rezepte wissen willst, deine Erfolge oder Misserfolge mit anderen teilst oder Sportpartner „offline“ suchst.

WAS HABE ICH GEBUCHT?

Bei Gymondo gibt es verschiedene Programme, die du absolvieren kannst. Es kommt immer drauf an, WAS dein Ziel ist. Ob du abnehmen willst, deine Mobilität verbessern willst, Masse antrainieren magst – oder gleich alles zusammen. Am häufigsten wird glaube ich das Schlank-in-10-Wochen-Programm genutzt, wo du zehn Wochen lang deine Ernährung langsam umstellst, deinen Körper in Form bringst und trainierst. Gerade für Einsteiger super. Aber auch für Muttis, Schwangere, Fortgeschrittene und Profis gibt es z.B. Programme. Auch Yoga und Pilates werden angeboten, genau wie „Fatburner“ und „Mobility“. Ich habe mich für das Programm „Bikini Body“ entschieden, welches sechs Wochen dauert, da ich mir Gymondo im Hinblick auf den USA-Urlaub gebucht habe.

WARUM?

Weil ich in Los Angeles am Strand eine für mich gute Figur machen wollte. Und weil mich meine Unsportlichkeit und meine ungesunde Ernährung doch sehr genervt haben. Ich brauchte also nur einen guten Ansporn, um mir Gymondo zu kaufen. Der Urlaub war das perfekte Ziel, um fitter zu werden. Dabei ging es mir nicht um eine bestimmte Zahl auf der Waage, sondern ein gutes Bauchgefühl, einen kleinen sichtbaren Erfolg und das Austesten neuer Rezepte, mit denen ich auch ohne Käsesahne-Madness am Abend richtig happy und satt bin. Das Bikini-Body-Programm verbindet Abnehmen und Körperstraffung.

WAS HABE ICH GEGESSEN?

Tatsächlich habe ich von der Menge her soviel gegessen, wie auch vor Gymondo. Heißt konkret: Drei Mal am Tag. Ich kann nicht ohne Fühstück, Mittagessen und Abendessen. Ich brauche diese Dreier-Routine, sonst knurrt mein Magen eh wie bekloppt. Meine Ernährung hat sich nur um 180 Grad gedreht. Vor Gymondo habe ich meistens Kellogs und Brote zum Frühstück gehabt, dick belegt mit Butter, Käse, Marmelade oder allerlei Wurst. Mittags im Büro aß ich meist in der Kantine irgendwas mit Nudeln oder Kartoffeln und Soße – also verdammt viele Kohlenhydrate und sehr fettig. Abends wurde warm in der WG gekocht oder bestellt – auch zu 90 Prozent mit Kohlenhydraten und vor allem Sahne und Käääääääse.

Und mit Gymondo? Mein Bikini-Body-Programm verbietet mir Alkohol, raffinierten Zucker und Weizenprodukte. Kohlenhydrate darf ich nur morgens essen – mittags und abends sind sie TABU. Und wenn ich Kohlenhydrate esse, dann in gesunder Form. Also Vollkorn statt Weizen.

Habe ich das durchgezogen? FAST. Das mit dem Alkohol habe ich ehrlich gesagt gelassen. Denn mal ein Gläschen mit den Girls oder beim Feiern war für mich einfach drin. Hätte ich darauf komplett verzichtet, hätte ich bestimmt noch das ein oder andere Kilo verloren. Aber ansonsten bin ich sechs Wochen lang eisern geblieben, worauf ich ein wenig stolz bin. Von der Käsesahne-Nascherin entwickelte ich mich zur Snackmöhre. Denn wenn ich meine geliebten Fette und Kohlenhydrate nicht mehr essen darf, müssen Alternativen her.

Inspiration für gesunde Rezepte findet ihr bei Gymondo genug. Ihr könnt die Rezept-Datenbank mit über 1.000 Rezepten auch sehr gut nach euren Wünschen filtern. Also beispielsweise nach Essen ohne Kohlenhydrate suchen, nach veganen und vegetarischen Speisen, nach Frühstück, Lunch, Dinner und Snacks. Ihr habt Zugriff auf alle Rezepte, ganz egal welches Programm ihr macht. Ich habe also auch die Rezepte mit Kohlenhydraten gesehen und mir einige davon abgespeichert. Denn sie sahen einfach zu lecker aus. Und waren dazu noch gesund – beispielsweise wird Reis durch Quinoa ersetzt und normale Nudeln durch Dinkel.

MEINE LIEBLINGSREZEPTE NACH DEM BIKINI-PROGRAMM

Frühstück:

  • 1 Vollkornbrötchen mit körnigem Frischkäse, 1/2 Avocado, 2 Scheiben Putenbrust und einer Tomate.
  • Selbstgemachtes Müsli (Haferflocken, Dinkelflocken, gepufftes Amaranth und Walnüsschen) mit Magerjoghurt und Himbeeren
  • Körniger Frischkäse mit frischen Früchten und ein paar Nüsschen – oder mit Gewürzen, roher Zucchini und Möhrchen. Denn ich liebe rohes Gemüse auch zum Frühstück.

Mittag:

  • Grüner Salat mit Thunfisch (im eigenen Saft), einem gekochten Ei, 1 Mozzarella-Kugel, 1/2 Gurke, 2 großen Tomaten, Möhrchen und Oliven. Mit Dressing aus Essig, Öl, Salz, Pfeffer und Knoblauch
  • Omelett (3 Eier) mit Spinat, Pilzen und Zucchini, dazu Knoblauch-Kräuter-Dip aus Magerquark
  • Rosenkohl aus dem Ofen mit Dip und Kürbis-Spalten. Dafür den Rosenkohl vierteln und mit Honig etwas beträufeln. Würzen, Knoblauch dazu und Feta drüberbröckeln. Dann 15-20 Minuten in den Ofen. Die Kürbisspalten mit Öl und Gewürzen und Knoblauch bestreichen und auch ab in den Ofen damit.

Abendessen:

  • Rinder-Hackfleisch-Pfanne mit 1 Zucchini, Pilzen, Tomatensoße, Mais, 1 Paprika, Möhren und etwas Creme Legère
  •  Thunfischboden-Pizza: Statt normalem Teig vermischt ihr Thunfisch aus der Dose (abgegossen) mit körnigem Frischkäse, einem Ei und Gewürzen. Ausbreiten auf dem Backpapier, 20-30 Minuten backen bis alles fest ist, raus aus dem Ofen, mit Tomatensoße bestreichen, mit Gemüse und Mozzarella belegen und wieder ab in den Ofen, bis der Käse geschmolzen ist.
  • Garnelen am Spieß mit Zoodles (Zucchini-Nudeln) in Tomatensoße und dazu Feldsalat.

Screenshot aus dem Rezepte-Verzeichnis von Gymondo

UND WIE IST DAS MIT DEM SPORT?

Sport machst du Zuhause. Bzw. nicht offline im Studio, sondern vor dem Laptop. Es gibt Online-Kurse in Form von Fitness-Videos, die alle maximal 25 Minuten lang sind. Meistens so zwischen 15 und 20 Minuten. Also super kurz, so dass es keine faulen Ausreden geben sollte. SOLLTE. Denn auch ich habe mal das ein oder andere Training in den sechs Wochen geschmissen und lieber noch eine Folge Netflix geguckt. Oder war schlicht so lange arbeiten, dass ich nicht dazu kam. Aber eigentlich sind die Sporteinheiten ganz leicht umsetzbar.

Ich brauchte nur ein Sportoutfit und am besten eine Sportmatte – eine Yogamatte tut es auch. Innerhalb deines Sportprogramms (bei mir wie gesagt Bikini-Body in 6 Wochen) legst du fest, wie oft du in der Woche Sport machen willst – und an welchen Tagen. 3x in der Woche musst du mindestens auswählen. Aber du kannst jederzeit die Tage ändern, falls mal etwas dazwischenkommt. Denn nicht jeder von uns (inklusive mir) hat einen nine-to-five-Job und kann genau sagen, wann er abends Zuhause ist oder wann mal ein freier Tag winkt. Ich habe zu Beginn meist Montags, Mittwochs und Sonntags gesportelt. Und dann recht schnell gemerkt, dass ich lieber morgens Sport mache, als abends. Also habe ich am Wochenende mehr trainiert, als unter der Woche bzw. dann, wenn ich morgens Zuhause war. Groovt euch einfach ein bisschen in euren eigenen Rhythmus rein.

MEINE ÜBUNGEN

Meine Übungen bestanden meistens aus Bauch-Beine-Po-Übungen mit Cardio-Einheiten. Ich habe viele Lunges, Squats und Liegestütze gemacht, aber auch Ausdauersport (schnelles Rennen auf der Stelle), Jumping Jacks, Planikg (ich HASSE planken) und Sit Ups. Die Übungen sind zum Glück so ausgelegt, dass du immer ein bisschen was anderes machst und dir nicht langweilig wird.

Ich würde mich ganz klar als Sport-Muffel und Anfänger bezeichnen und 90 Prozent der Übungen waren für mich nicht zu schwer. Ab und an war der Online-Trainer, der virtuell die ganze Zeit mit dir trainiert etwas zu schnell. Aber dann habe ich das Video kurz gestoppt und meine Übung in Ruhe weitergemacht. Denn es kommt darauf an, die Einheiten durchzuziehen. Egal, wie lange du brauchst. In den Videos wird dir auch immer eine einfache und eine schwere Sorte jeder Übung gezeigt – je nach Fitness-Level. So vermeide ich Wut-Tränen, denn ich werde sehr schnell sauer, wenn ich etwas nicht hinbekomme.

Ich muss gestehen, dass ich den Sport in der letzten Woche schleifen ließ, da war ich doch sehr mit der USA-Planung beschäftigt und habe mich nicht genug motiviert. Aber davor habe ich mindestens 3x die Woche kurz gesportelt und jedes Mal Rotz und Wasser geschwitzt. Denn 20 Minuten sind anstrengender, als ich zunächst dachte.

SIEHST DU ERFOLGE?

JA. Wobei ich sagen muss, dass ich keine Waage habe und mich nicht gewogen habe. Weder zu Beginn, noch am Ende. Aber mein Doppelkinn war weg, mein Gesicht deutlich schmaler und auch mein Bauch verdammt schmaler und definierter. Alles sah besser geformt aus – und nach sechs Wochen passte ich endlich wieder in meine Jeans, in die ich ein Jahr lang nicht reinkam. Ein paar Freunden und Kollegen ist die kleine Verwandlung auch aufgefallen – vermutlich besser, als mir selbst. Wenn es euch hilft, kann ich aber nur dazu raten, zu Beginn ein Foto von euch zu machen. Am besten nur in Unterwäsche – ist ja nur für euch. Und am Ende knipst ihr ein zweites. Ihr werdet vom Ergebnis überrascht sein :).

NACHTEILE?

Wenn ihr vergesst, rechtzeitig zu kündigen, läuft das Abo erstmal weiter. Aber so ist es ja fast überall. Ansonsten habt ihr natürlich nicht die Möglichkeit, DIREKT Feedback beim Sport zu bekommen. Ob ich eine bestimmte Übung richtig ausführe und ob meine Haltung dabei gut ist, kann ich also nur abschätzen. Aber kein Trainer steht neben mir, um mich zu verbessern. Das ist doch der dickste Nachteil, den ich ausmachen konnte. Denn das ein oder andere Mal habe ich mich beim Sport schon gefragt, ob ich das alles so richtig mache – oder ob mein Po weiter runter muss, der Rücken gerader, die Füße mehr nach Außen oder der Bauch flacher zur Matte …

SCHWIERIG fand ich die Ernährung übrigens auf dem Festival. Eigentlich unmöglich, wenn du nicht selbst kochst. Auf dem Lollapalooza gab es nur Junkfood oder Frittiertes oder zumindest war alles mit Weizen (Tortilla-Wrap etc.) oder Reis. Ich aß also zwei Tage hinter einander Hühnchen-Curry ohne Reis. Nahhaft ist anders. Auf der Arbeit ging’s – ich musste mir nur meist etwas zu Essen mitnehmen oder in der Kantine Gemüse essen. Denn auch hier gilt: Meist gibt es Junkfood oder fettige und kohlenhydratreiche Hausmannskost.

Gemüse aus der Kantine. Geil ist anders. War aber meist das Einzige, was ich dort ohne Probleme essen konnte …

FAZIT

Für mich Sportmuffel war und ist Gymondo die richtige Wahl. Denn ich war über ein Jahr lang im Fitness-Studio angemeldet und bin nicht hingegangen. In Berlin ist mir der Weg einfach zu weit. Ich brauche hier mindestens 30 Minuten bis zum nächsten Studio – in der Zeit habe ich schon ein Gymondo-Training absolviert. Außerdem habe ich meine Ruhe und kann mir Zeit bei allem lassen und direkt unter meine Dusche springen. Ich bin außerdem kein Jogger. Ich hasse Joggen sogar. Ich brauche jemanden, der mich anschreit – ob es nun offline oder online ist – und der mit mir zusammen Sport macht. Damit ich mich weiter durchbeiße und nicht einfach aufgebe.

Momentan habe ich mein Gymondo-Abo gekündigt, denn zur Weihnachtszeit werde ich eh nicht sporteln und gesund essen. Zu sehr erliege ich der Versuchung, auf Weihnachtsmärkten bald alles mögliche in mich hineinzuschlingen. Ich freue mich auf die Kalorien und die gemütliche Zeit, werde mir aber Anfang des Jahres wieder ein neues Abo buchen.

Ich hoffe, ich konnte eure Fragen so gut es geht beantworten. Wenn ihr noch etwas wissen wollt – egal was – dann schreibt mir doch einfach einen Kommentar, eine Mail oder eine Nachricht bei Instagram. Ich tausche mich sehr gerne mit euch über mein Sportprogramm aus 🙂 PS: Dieser Beitrag ist übrigens nicht in Kooperation mit Gymondo entstanden. 

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