Fashion Travel

Silvester in New York City

14. Januar 2016 // Eileen

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich euch etwas über mein diesjähriges Silvester erzählen. Es ist nahezu unmöglich, aber schon weit vor dem 31.12.2015 wusste ich, was ich an diesem Tag machen werde. Oder zumindest, wo ich hingehe. Normalerweise ist das sonst ja gewohnt spontan, diverse Partypläne werden umgeworfen und am 30. Dezember steigt so langsam die Nervosität. Party oder Chillen, Raclette und Spiele oder Shots und kältere Outfits? Dieses Mal war für mich klar: Verdammt, her mit dem Zwiebellook! Denn in New York zu Silvester war es arschkalt – und ich stand mehrere Stunden draußen.

Brooklyn Bridge

Von meiner Bucket List kann ich Silvester in NYC nun streichen. Es war ein grandioses Erlebnis, auch wenn ich am Ende den Kopf über diverse deutsche Mitmenschen schüttelte (dazu später mehr). Klar – zwischen den Jahren und gerade auch Anfang Januar war es super voll in der Stadt – ist ja in Berlin nicht anders – und einige New Yorker haben uns Touris sicherlich sämtliche Krankheiten an den Hals gewünscht.

JA, New York strahlte den Silvesterglanz an fast jeder Ecke aus. Und ich habe es genossen. Am 31. Dezember war ich schon früh auf den Beinen, gegen sieben Uhr huschte ich unter die Dusche und startete den letzten Tag 2015. Und überall in der Stadt waren die Leute schon im NYE-Groove. Familien kauften in super geilen (!!!) Dekoläden alles mögliche an Partyzeugs ein, ich deckte mich mit leuchtenden Knicklichtern und einer mega peinlichen Silvesterbrille ein. Wenn schon, denn schon.

Überall wurden noch Silvester-Gadgets an der Straße gekauft, die Leute waren ausgelassen und die Stimmung grandios. Auch die Polizei, die nonstop im Einsatz war und wohl sämtliche Kollegen mobilisierte, blieb stets freundlich und versprühte gute Laune.

FÜR MICH WICHTIG: NICHT AM TIMES SQUARE FEIERN.

Gegen Mittag am Times Square am 31. Dezember …

Ja, die Bilder sehen immer so super aus und irgendwelche geilen Künstler trällern sich einen ab – aber ihr wartet halt mehrere Stunden in der Kälte und könnt nicht weg. Was ich für meine Lieblingsband vielleicht noch machen würde, mache ich nicht für den Ball Drop. Wir waren um 12 Uhr mittags dort mal schauen – und schon da standen sich die Menschen Löcher in den Bauch, alles war abgesperrt und die ersten Besucherplätze überfüllt. Wer sich einen Platz sicherte, kam nicht mehr weg – 12 STUNDEN LANG! Bei Twitter sah ich Fotos, wie Menschen hinter Wolldecken an Hauswände pinkelten, weil sie ja nicht zum Klo gehen konnten. Und ’nen Happen essen ist auch unmöglich, außer man bringt sich im Rucksack was mit.

Das haben Toko und ich uns also gespart, auch wenn ich vorher unbedingt an den Times Square wollte. Aber nach kurzer Recherche war das Thema für mich erledigt. Stattdessen feierten wir auf der BROOKLYN BRIDGE. Die war ebenfalls super voll und von dort hat man ja einen tollen Blick auf die Skyline.

WICHTIG NUMMER 2: An Silvester ist Knallen verboten.

Man selbst darf also kein Feuerwerk zünden, keine Knaller loslassen und Raketen abfeuern. Das war wohl vielen deutschen Touristen nicht bewusst (ist aber schnell online herauszufinden) und so meckerten sie in hohen Tönen über das kleine Feuerwerk aus New York. Denn Fakt ist: JA, wer ein großes Feuerwerk mit TammTamm erwartet, wird enttäuscht. Es gibt in der Nähe der Freiheitsstatue zum Beispiel ein recht schönes, welches wir von der Brücke aus (natürlich aus dementsprechend einiger Entfernung) gut sehen konnten. Das Feuerwerk vom Times Square zum Ball Drop sahen wir beispielsweise gar nicht, weil es nicht so hoch in den Himmel stieg.

Mir persönlich machte das nichts aus. Was mir was ausmachte, waren die Unmengen an deutschen (!!) Touristen, die lauthals mopperten, ihr Schützenfest im Dorf hätte mehr Wumms. Dann sollten sie doch bitteschön genau dort im Dorf auch feiern. „Die Kölner Lichter sind spannender“, „Meine Kinder wollten aber Raketen sehen“, „Im Dorf dürfen wir auch selbst zünden“ oder „dumme amerikanische Gesetze“ waren nur ein paar der dämlichen Ausrufe zu Mitternacht. Statt dass man sich über 2016 freut, mit seinen Kumpels auf das neue Jahr anstößt und gute Laune hat, wurde also schon herumgejammert. Herrlich!

Ich persönlich ließ mir meine gute Laune nicht verderben, setzte meine Kitsch-Brille auf und tapste recht blind (da die Brille ja keine Sehstärke hatte) auf der Brücke umher. Toko machte echt tolle Bilder, während ich verwackelten Kaudawelsch vollbrachte. Darauf ein Bierchen! Oder zwei! Und am nächsten Tag schlief ich dann auch mal länger, als sieben Uhr ;).

Ich kann abschließend jedem empfehlen, zwischen den Jahren nach New York zu kommen und hier zu feiern. Die Stimmung ist großartig und es ist alles so herrlich geschmückt und beleuchtet. Erwartet aber keine großartigen Feuerwerke und stellt euch drauf ein, entweder lange draußen zu stehen – oder weit im Voraus Karten für Partys etc. zu kaufen. Wir haben uns bewusst gegen eine Party entschieden, wir wollten ja was von der City sehen. Und ich würde es gegen kein Dorffest eintauschen wollen :).

Mein Outfit war dementsprechend warm: Tagsüber bin ich noch mit Turnschuhen durch New York geschlendert, abends wurden diese dann gegen meine warmen Ugg Boots ausgetauscht. Dazu trug ich eine Fake-Fur-Jacke von Even & Odd, die mich zu einem warmen Fellklops werden ließ. An dieser Stelle ein kleiner Gruß an Anika, die mich jüngst mit einem kleinen Lächeln als „most fashionable Fellklops“ bezeichnete. Die Jacke war super weich und warm und rettete mich durch die kalte Nacht.  (Sie ist mein neuer Liebling und wird mich auch nächste Woche zur Fashion Week begleiten und wärmen). Dazu Handschuhe, Mütze und Pulli. Getreu dem Motto: Bloß nicht frieren!

Ich hoffe, ihr alle hattet auch ein schönes Silvester, wo auch immer ihr das neue Jahr begrüßt habt 🙂

 

 

Schuhe: Adidas / Fake-Fur Jacke: Even & Odd* Hose: Fabletics / Pulli: Primark / Tasche: Primark / Mütze: Esprit 

Fotos: Toko

Artikel drucken

6 Comments

  • Reply Jennifer Kosche 14. Januar 2016 at 19:46

    Wie ich die Stimmen der deutschen Touris im Ohr hab, die über das "kleine" Feuerwerk meckern… Oh man! Gut, dass ihr euch das Silvester nicht vermiesen habt lassen, mich hätte das extrem genervt…

  • Reply Jana 14. Januar 2016 at 20:56

    Ich liebe diese Jacke! Gut, dass ich es wieder nicht zur Fashion Week schaffe, sonst würde ich dir die abluchsen 😀 <3

  • Reply patty sc 19. Januar 2016 at 17:58

    Wow Silvester in New York zu feiern ist ja mal eine abgefahrene Idee 🙂 Dieses Jahr würde ich Silvester auch super gerne in einer anderen Stadt verbringen, New York ist da wahrscheinlich ein bisschen weit weg, aber eine Überlegung wäre es definitiv wert 🙂

    Liebe Grüße 🙂
    http://www.measlychocolate.de

  • Reply WMBG 22. Januar 2016 at 11:49

    Hey meine Liebe!

    Super schöne Fotos und dein Outfit ist ja mal richtig cool – die Jacke ist echt HAMMER!
    Ich war letztes Jahr auch in NY, um die Fashion Week dort zu besuchen und ich liebe diese Stadt einfach 🙂

    XXX,

    WMBG//Instagram//Lookbook//Facebook//Kleiderkreisel

  • Reply Tina Carrot 28. Januar 2016 at 8:19

    Wow,wow,wow! Da bekomme ich ja gleich ein wenig fernweh – wunderschön die Bilder zu sehen! :))

    Wobei ich gestehen muss, dass ich auch ein wenig enttäuscht gewesen wäre – ich schaue mir unheimlich gern das Feuerwerk an – aber wie du sagst, das hätte man mit ein wenig Recherche auch vorher rausbekommen und man hätte sich dann für einen anderen Ort für Silvester entscheiden können.

    Liebe Grüße,
    Tina

  • Reply Lisa H. 29. Januar 2016 at 7:46

    Neeein, wie verrückt, ich war mit meiner Freundin auch an Silvester in NYC auf der Brooklyn Bridge! Wie krass 😀 Aber ja, ich stimme dir zu, man darf einfach nicht das gleiche Silvester wie in Deutschland erwarten und sollte auch einfach mal die Stimmung und den Blick von der Brücke auf Skyline und Feuerwerk genießen! Ich fand es großartig!

  • Leave a Reply