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Welcome to Miami

28. Januar 2016 // Eileen

Servus ­čÖé

Als ich gestern Abend im B├╝ro dienstlich (!) den Staffel-Start des neuen „Bachelors“ sah, dachte ich: „Joah, SO kann man nat├╝rlich auch seine Zeit in Miami verbringen.“ Diese Girls, die alle quasi-h├╝bsch aussehen, es aber schaffen, sich teils furchtbare Abendkleider auszusuchen, die jede Pimkie-Kollektion erstrahlen lassen. Dazu Hundeaugen-Leonard, der geschlagene zwei Stunden nur „geh doch schon mal hoch und trink was“ ├╝ber die lispelnden Lippen bekam. Falls er sie mit Alkohol bet├Ąuben wollte – hat nicht so ganz geklappt. Die gackernden H├╝hner kreischten wie bekloppt bei seinem Anblick und lie├čen meine Gehirnzellen hoffnungslos weinen. Wieso macht man da ├╝berhaupt mit? Gro├če Liebe? Wegen der 3.000 Euro Gage? Oder doch, damit wir uns nun wieder alle am├╝sieren? I don’t get it. Aber ich verbrachte meine Zeit in Miami halt auch nicht protzschlittenfahrend mit Glitzerkleidern in ’ner Villa.

Sondern sch├Ân entspannt am Strand. Bei all den k├╝hlen und noch recht winterlichen Temperaturen der letzten Tage dachte ich mir, es wird hier mal Zeit f├╝r einen kleinen Sonnen-Einschub. Also Vorhang auf f├╝r die ersten Beach-Bilder aus Miami. Toko und ich waren insgesamt drei Tage dort, hatten ein wunderbares Hotel in Strandn├Ąhe (Fragen gerne per Mail oder Kommentar) und so konnte ich mich schnell meiner Klamotten entledigen und mit Bikini in die Fluten springen.
Da es ab und an noch etwas k├╝hler war, sitze ich mit einer d├╝nnen Sportjacke von Fabletics – meine neue Lieblingsjacke – am Strand. Sonnenbrille auf, und los geht’s, die Leute beobachten.
Ich dachte ja schon, dass Miami mit der Obergrenze meiner Fremdschamgrenze spielt. Aber dass sie dann SO ausgereizt wird, dachte ich wiederum nicht. Die ganzen aufgepumpten Typen m├╝ssen nat├╝rlich GENAU VOR MEINER NASE Sport machen. Weil ein ungeschriebenes Gesetz wohl besagt: Machste da Sport, wo dich keiner sieht, biste nix! Und deswegen joggten die Herren und Damen dort durch den Sand, wo wir (und die meisten ├╝brigen Strandbesucher) lagen. Ein Kerl versuchte sogar Yoga-├ťbungen mit Sonnenbrille und musste sich am meisten darauf konzentrieren, dass diese ihm nicht von der schwitzigen Nase f├Ąllt. Dazu werden alle 10 Sekunden die Muskeln begutachtet und die karottenartige K├Ârperform per Selfie festgehalten. Was man halt so macht, wenn man sich gerade zu Tode schwitzt.
Danach stiegen die Anabolika-Herren ├╝brigens zu 95 Prozent in ihr Auto und schmissen JUSTIN BIEBER an. „Sorry“ scheint dort so etwas wie die inoffizielle Hymne zu sein.┬á
Aber auch die Girls lie├čen sich nicht lumpen – ein M├Ądel machte auch genau vor meiner Nase am Wasser eine Stunde lang Yoga. Daf├╝r hat sie sich meinen Respekt erarbeitet, weil sie im Sand tats├Ąchlich auf einem Bein stehend noch diverse kryptische ├ťbungen hinbekam. Dass man das ganze allerdings in Bikinihose und XXS-Oberteil machen muss, woran man st├Ąndig herumzuppelt, ist mir neu. Die Typen am Strand waren jedenfalls hellauf begeistert von dieser Darbietung. Gut f├╝r den Hinterkopf: Sollte ich es also als Journalistin doch nicht bringen, kann ich immer noch Alleinunterhalterin in Miami Beach werden.
 
Jacke, Leggins: Fabletics*, Top: Mango, Schuhe: Vans, Brille: Sisley, Lippenstift: Anastasia Beverlyhills 
Abseits vom Strand ging das Sehen-und-gesehen-werden dann munter weiter. Man fuhr in den geliehenen Protzkarren vor, sang laut Justin Bieber und die Girls machten echt alle auf Kim Kardashian. Soooo krass, wie Kim und ihre Schwester dort den Style beherrschen. Ihre Klamotten werden der Reihe nach verkauft – und gekauft. Ich habe noch nie so viele M├Ądels mit ’nem krassen Arsch in viel zu engen hautfarbenen Kleidern gesehen, als hier. Und die Typen sind nat├╝rlich m├Ąchtig angetan von so viel Kurvendiskussion. Sie bugsierten ihre Freundinnen teilweise in die L├Ąden (u.a. Dash) rein, um sie dann neu einzukleiden. Herrlich! Daddy zahlt halt ­čśë Dann wollen sie Kim und Kylie nat├╝rlich auch schminktechnisch nacheifern – was gelinde gesagt nicht allen gelang. Liegt vielleicht auch daran, dass bei Sonnenstrahlen auch das beste Contouring irgendwann versagt und du aussiehst, als sei dir dein halbes Gesicht weggeschmolzen.
Immerhin: Ich liebe ja die (echten) Kardashians und konnte in Amerika sch├Ân abends im Hotel noch „Keeping Up“ gucken. Zwei Wochen lang. Ja, ich war im Trash-TV-Paradies. Und da kommt kein Bachelor ever, ever, ever ran.
Falls ihr auch mal einen Trip nach Miami plant kann ich euch raten: Ein Wochenende bzw. drei Tage Miami Beach reichen. Unser Hotel war ja direkt am Strand und nicht auf dem Miami-Festland und ich hatte drei Tage lang die Ballermann-Partymeile vor der T├╝r – nur halt in teuer. Super lustig und abwechslungsreich, aber das brauche ich einfach keine Woche. Denn Florida hat wirklich viel mehr zu bieten, was es zu entdecken gibt (falls ihr die Zeit daf├╝r habt). Zum Beispiel die Keys mit Key West etc., die SO SO SO sch├Ân sind. Hach. Der Sonnenuntergang auf dem letzten Bild ist n├Ąmlich auch dort aufgenommen worden. Aber dazu bald mehr ­čÖé Trotzdem war Miami Bitch richtig geil, das Feeling dort ist halt so wunderbar leicht und unbeschwert und ja, die Menschen sind auch dort hundertmal freundlicher, als hier in Berlin :D.

2 Comments

  • Reply Sabrina 9. Februar 2016 at 18:34

    Der Text ist klasse ­čśÇ
    &die Fotos total sch├ÂnÔÖą Jetzt hab ich echt Lust auf Urlaub!

  • Reply Philipp 7. Juni 2016 at 11:32

    Tolle Bilder und coole Locations, aber in Florida gibt es auch reichlich sch├Âne Ecken jenseits des „Ballermanns“.
    Das erkl├Ąrt auch, wieso immer mehr deutsche Florida f├╝r sich entdecken.

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