Fashion Travel

On the Road again

29. Juli 2010 // Eileen
Heute habe ich mich mal NICHT in Düsseldorfs Altstadt verlaufen! Ein Hoch auf meine Orientierung.
Dafür habe ich kleine Bildschnipsel des Heutigen Morgens mitgebracht. Die Müdigkeit steht mir wohl ins Gesicht geschrieben…
Aber wenn ich eines schon jetzt durchs tägliche Zugfahren gelernt habe, dann dass es nichts schöneres gibt als Leute zu beobachten.
Hier zwei Beispiele:
Ein vermutlich südländischer Typ aus Duisburg (Marxloh?) sitzt neben mir im Zug und telefoniert lautstark mit einem Artgenossen.
“Ey Murrat, hasse Aldi? Isch hab Aldi, sonst zu teuer” 
“Ja, Aldi man. Isch hab versucht dem Hassan Karte zu schicken aber geht nischt man – kein Plan wieso”
“Was Murrat? Du bist noch Bahn? Ey, wieso bist du noch Bahn, isch bin gleich Duisburg”
“Ja isch bin gleich Duisbirg. Haupteingang! H-a-u-p-t-e-i-n-g-a-n-g man! “
Vermutlich wollte der nette Mann im Zug für Hassan – noch im Ausland lebend – eine Alditalk Karte kaufen. Dies scheiterte wohl an den verschiedenen Ländern der beiden Herren und Murrat durfte sich des Gespräches nun annehmen. Lustig war, dass der Dialog teils deutsch teils anderssprachig abgehalten wurde.
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Gestern Morgen auf der Hinfahrt:
Neben mir im 4er Abteil saß eine korpulente Jugendliche Pfadfinderin. Sie hatte sich mit ihrem kompletten Gepäck auf volle 4 Sitze des 4ers ausgebreitet und blickte scheu um sich.
Das lustige war, dass sie in KOMPLETTER Pfadfindermontur war – samt quietschorangenem Cowboyhut, Hemd mit Abzeichen und dem obligatorishen Schal. Das Zelt unterm Arm geklemmt und den mindestens 3×3 Meter großen Reiserucksack auf den Sitzen verteilt wartete sie auf Ihr Ziel – Oberhausen Hauptbahnhof.
Bevor der Zug hielt, hat sie sich schon ihre komplette Montur umgeschnallt – der Rucksack hatte mindestens 4 Zumachteile und wog wahrscheinlich so viel wie die Besitzerin.
Doch das Beste war, dass die Dame wohl weniger schlau war und ihre Isomatte LÄNGST hinter den Rucksack geschnallt hat…
Manche ahnen es schon: sie passte so leider nicht durch die Tür und knallte mit voller Wucht zurück. Denn mit Widerstand hatte sie wohl nicht gerechnet. Natürlich versuchte sie es promt ein zweites Mail – wieder vergebens.Sie wollte sich dann seitlich stellen, aber auch das war nicht möglich da sie einfach zu breit war. 
Nachdem sie sich voller Panik rausgekämpft hatte, zwei nette Damen umrannte und draußen erstmal verschnaufte, konnte ich mich vor Lachen kaum halten. Amüsant, amüsant!
Mal sehen, was mir Morgen so passiert…. 
Habt ihr auch unterhaltsame Bahngeschichten? Dann bitte her damit 🙂 
Und hier nun kleinste, feinste Impressionen des Heutigen Morgens, zu Hause und am schönen unglaublich großen (haha) Bahnhof von – wer kennt diese Stadt nicht – Voerde ! Und vorab eine kleine Errungenschaft:

                                bluse, bag: h&m / kette: six / hose: Zara / cape: WE / schuhe: görtz

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