Fashion

Von Kontaktlinsen und anderen Katastrophen

29. Juli 2016 // Eileen

Vor einigen Monaten sah ich im Büro ein Foto von Fürstin Charlène von Monaco. Die Bilder von ihr und Ehemann Prinz Albert auf der Tribüne bei einem Tennis-Match trudelten gerade ein – und Charlène sah hinreißend aus. Nicht, dass ich sie sonst nicht attraktiv fände – aber sie strahlte (endlich mal wieder) pure Lebenslust und gute Laune aus. Losgelöst von den Pflichten, fast schon herrlich normal und unnormal cool. Denn der Hingucker, den ich seitdem nicht mehr aus dem Kopf bekomme, lautet: DIOR!

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Diese vier Buchstaben luxuriöser Designerfreude stachen mir direkt buchstäblich ins Auge – denn Charlènes silber verspiegelte Dior-Sonnenbrille (Modell “Diorama1”) war alles, was ich an diesem Tag im Büro haben wollte. Wie gut man damit kacke gucken kann, ohne dass es jemand merkt. Wie gut man Menschen beobachten kann, während man im Café sein Franzbrötchen verdrückt (eine meiner liebsten Beschäftigungen). Und wie geil das Teil einfach an sich aussah.

Abgesehen vom Preis tat sich mir aber ein ganz anderes Problem auf, während der Affe in meinem Gehirn “KAUFEN!” schrie: Wohin mit meiner Brille? Denn eigentlich trage ich kaum Sonnenbrillen – und wenn dann nur mit Sehstärke.

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Dazu muss ich euch erzählen: Ich bin kein Kontaktlinsen-Mädchen. Ich habe eine kleine Phobie davor, mir diese winzigen Linsen ins Auge zu pulen. Ich habe es vor drei Jahren mal kurz getestet. Ich sah aus wie Frankensteins Braut mit blutunterlaufenen Augen. In Berlin nicht weiter auffällig – aber sehen konnte ich nun noch weniger. Ich vergaß natürlich direkt, dass dieser befremdliche Fremdkörper in meinem Auge sitzt – und schlief damit. Am nächsten Morgen musste mir Toko (!) die Linsen rauspopeln, was mich nicht nur einen Haufen Nerven, sondern auch Tränenflüssigkeit kostete. Warum also sich das Leben mit Kontaktlinsen schwer machen, wenn man ‘ne Brille hat und sich damit ganz gut leiden kann? Denn ich mag meine Brille, ich mag sie auch nach Jahren noch täglich aufsetzen und an mir sehen. Mit 18 bekam ich erst meine erste Brille, vorher hatte ich Adleraugen. Aber dann, als ich in der Fahrschule mit etwas Geschick und weiblicher Intuition die Verkehrsschilder raten musste (“ohjehohjeh steht da nun 50 oder 80 – 50 oder 80?”) war es vorbei mit dem Adlerauge. Seitdem habe ich jeden Tag eine Brille auf der Nase.

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Doch dann kam Dior und mein Weltbild bekam einen kleinen Riss. Gerade so groß, dass sich zwei kleine Kontaktlinsen durchschlängeln konnten und nun eine zweite Chance bekommen. Ja – was für die meisten von euch vielleicht voll normal ist, ist für mich echt Überwindung. Aber jeder von uns hat doch irgendeine total dämliche Angst, oder? (Enttäuscht mich bitte nicht!)

Charlène und ihrer Dior ist es also zu verdanken, dass ich mich langsam (!!!) und mit sehr viel Tränenflüssigkeit erneut dem Thema widme. Denn schon lange habe ich vor, in eine teure Sonnenbrille zu investieren, bzw. generell mal mehrere Modelle zu kaufen – die ich dann auch wirklich trage! So dauerhaft. Und nicht nur kurz wenn die Sonne so doll blendet, dass man eh nichts sehen muss unter der Sonnenbrille ohne Sehstärke. Das brachte mir meist nur irgendwelche blauen Flecke, weil ich irgendwo gegen gerannt bin (ich habe Sehstärke -3,75).

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Und weil ich nun mal eine Schissbuchs bin, springe ich nicht direkt vom 10 Meterbrett, sondern taste mich langsam vom Startbrett heran: Für das heutige Outfit in Schwarz habe ich eine schwarze low-Budget-Sonnenbrille herausgekramt. Damit kann man üben! Die liegt schon lange im Schrank, kommt auch bei Sonne mal kurz zum Einsatz – aber immer ohne Linsen drunter. Das änderte sich nun, ich bestellte mir online über die Shop-Apotheke die Dailies-Linsen. Mit denen hat Toko z.B. gute Erfahrungen gemacht, deswegen vertraue ich da mal drauf.

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Ich bin gespannt, wie ich mich den Sommer über damit anstelle. Denn im September geht es in den Urlaub – und zwar in Richtung Strand und Meer und Sonneeeeee. Me(e)hr dazu in ein paar Wochen. Aber jedenfalls will ich bis dahin so weit geübt sein in Sachen Linsen-Fummeln, dass ich ohne Zombie-Augen das Haus verlasse, nachts nicht damit einschlafe – und es mich nicht mehr wahnsinnig panisch macht, mit dem Finger ins eigene Auge zu pieksen. Argh!

Wünscht mir Glück 😉 Und falls hier Leidensgenoss(inn)en sind: I feel u!!! 

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Sonnenbrille, Cardigan: C&A, Top: H&M, Shorts: Pull & Bear, Kette: Primark, Ring: &otherstories, Uhr: Pilgrim, Schuhe: Birkenstock, Tasche: Zara, Festivalbändchen: Sommerbeschäftigung 😉

*Fotos: Marie

*In Zusammenarbeit mit www.shop-aphoteke.com

8 Comments

  • Reply feli 29. Juli 2016 at 10:43

    tolles outfit! du siehst super aus 🙂 liebe grüße, feli von http://www.felinipralini.de

  • Reply Michaela 29. Juli 2016 at 10:56

    Super tolles Outfit!

    Ganz viel Glück mit den Kontaktlinsen 🙂

    Liebe Grüsse und schönes Wochenende
    Michaela

    Michaelablog

  • Reply Steffen 29. Juli 2016 at 11:03

    Das Outfit, die Bilder sind sehr elegant. Wahnsinn 😉

  • Reply Brizinka 29. Juli 2016 at 11:09

    Girl *-* you look fab!!!

  • Reply Sabrina 29. Juli 2016 at 16:40

    Die Fotos sind so toll von dir 🙂

  • Reply Huyen 31. Juli 2016 at 19:06

    “Ich habe eine kleine Phobie davor, mir diese winzigen Linsen ins Auge zu pulen” ENDLICH mal jemand der mir aus der Seele schreibt 😀
    Man kann sich ja überlegen, ob eine Laser-OP in Frage kommt…..

    Btw, hab den Blog erst vor Kurzem entdeckt und finde die Artikel echt fabelhaft! Weiter so!

    • Reply Eileen 31. Juli 2016 at 19:30

      oh dankeschön 🙂 ja, ich habe aber glaube ich noch mehr angst vor dem laser und noch ist meine sehstärke noch im rahmen 😀 aber wenn es sich noch stark verschlechtert, wäre es mal eine überlegung ^^

  • Reply Mia 3. August 2016 at 8:53

    Ich brauche keine Brille (noch nicht), aber ich habe öfter mal mit dem Gedanken gespielt, farbige Linsen einzusetzen, so aus Spaß. Doch wie du habe ich eine kleine “Ins-Auge-fassen-Phobie”!!! Haha bin gespannt ob du dann bald irgendwelche Tipps hast! LG

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