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USA-Roadtrip: Sechs Tipps für San Francisco

21. Februar 2018 // Eileen

san francisco travel guide blog usa roadtrip kalifornien

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Drei Monate ist mein USA-Roadtrip durch Kalifornien nun her – Zeit für einen weiteren Travel-Guide. Ich habe euch ja schon ganz ausführlich meine Kosten-Kalkulation aufgeschrieben, über Los Angeles gebloggt und viele, viele Fotos aus dem Yosemite Nationalpark für euch hochgeladen. Was also noch fehlt? Natürlich der kurze Trip nach San Francisco! Chiara und ich waren drei Tage in der Stadt und haben natürlich einiges gesehen. Leider war das Wetter nicht so prickelnd, es hat ziemlich oft geregnet – aber wir sind ja nicht aus Zucker und haben uns davon die Laune nicht vermiesen lassen. Ich teile heute also mit euch meine Lieblings-Aktivitäten in San Francisco, die natürlich ziemlich touristisch sind, aber irre viel Spaß machen! 

TWIN PEAKS

Der absolut magischste Ort in San Francisco. Macht bitte nicht meinen Fehler nach und packt euch eine warme Jacke und einen Schal ein. Ich hatte nur einen dünnen Jumpsuit und eine Jeansjacke an – und es auf dem Hügel direkt bereut. Denn der Wind war sehr stark und vor allem wenn die Sonne untergeht fallen die Temperaturen rasch ab. Sexy Fotos waren somit nur bedingt drin – aber hier stand ja nicht ich im Vordergrund, sondern der tolle Ausblick auf die Stadt!

Die Zwillings-Hügel in San Francisco sind wir bequem per Uber hochgefahren, was ich sehr empfehlen kann. Lasst euch am besten zum Christmas Tree Point führen, das ist der bekannteste Aussichtspunkt. Von dort aus sind wir dann noch weiter nach oben gelaufen. Chiara und ich waren etwa eine Stunde auf den Twin Peaks, sind etwas umhergelaufen und geklettert. Die Hügel Sie befinden sich in einem Naturpark, der Twin Peaks Natural Area. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr hier prima Picknicken und die Seele baumeln lassen.

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HAIGHT ASHBURY UND PIZZA SLICES 

Mein absoluter Lieblingsort, was das Shoppen und Bummeln angeht ist immer das Hippie-Viertel in Haight Ashbury. Es heißt s0, weil dort wo sich die Straßen Haight und Ashbury kreuzen, das Bär steppt. Früher wohnten viele Musiker in dem Viertel, das berühmte “Red House” aus Jimi Hendrix Song steht noch immer hier und ist heute ein Musikgeschäft. Punk-Läden und Vintage-Stores findet ihr mittlerweile hier im Überfluss! Ich war also im siebten Himmel und habe mich von Lädchen zu Lädchen im Gänsemarsch bewegt, weil alles so voller Liebe und Leben ist. Auf der Straße habe ich schon 2013 bei meinem ersten San-Francisco-Besuch mein Kleid für den Bachelor-Abschluss gekauft. Und natürlich ist der Ben & Jerrys Eis-Laden auf der Straße ein MUSS. Teuer, aber geil! Es gibt so viele verschiedene B&J-Sorten, die wir in Deutschland nicht kaufen können. Und natürlich könnt ihr euch erstmal durchprobieren, bevor ihr euch für eine Sorte entscheidet.

Übrigens: Auf der Straße habe ich das mit Abstand beste Pizza-Stück meines Lebens gegessen. Und das ist keine Übertreibung. In einem sehr kleinen Laden, der nur ein paar Sitzgelegenheiten und Tische hat. Die Pizzeria heißt “Escape from New York Pizza” und die Adresse ist 1737 Haight Street. 

BUS-TOUR 

Das so ziemlich touristischste, was man als Touri machen kann? Sich in einen knallroten Bus setzen, Sonnenbrille auf, rausgucken und von einem Guide beschallen lassen. Auch wenn sehr viele Menschen diese Busse verpönen, stehe ich drauf. Denn sie geben mir einen sehr guten Überblick über die bekannten Sehenswürdigkeiten einer Stadt, ersetzen ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel und ich habe einen netten Sitzplatz. Also haben Chiara und ich eine Runde mit dem Bus gedreht, da es eh genieselt hat und uns kalt war. Es gibt diverse Bus-Unternehmen, wir hatten eine 2für1-Karte von San Francisco Travel. Somit haben wir mit rund 35 Euro nur die Hälfte bezahlt. Und es hat sich sehr gelohnt! Die Nacht-Tour haben wir zeitlich nicht mehr geschafft, aber die möchte ich mir auch unbedingt noch ansehen.

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PIER 39 UND CLAM CHOWDER 

Ein Muss ist natürlich der berühmte Pier 39, wobei dieser nur bei gutem Wetter wirklich Spaß macht. Ihr findet hier am Hafen viele Souvenir-Shops und kleine Lädchen, die alle natürlich überteuert sind. Aber zum Schaufenster-Flanieren ist es ein sehr schöner Ort. Vor allem weil am Hafen die Seehunde liegen und aus der Nähe bestaunt werden können. So putzig! Am Pier gibt es auch eine Treppe, die wie eine Klavier-Tastatur aussieht und beim Drauftreten Musik spielt. Beim Versuch, irgendwas aus “High School Musical” brauchbar zu Gehör zu bringen, bin ich aber leider gescheitert.

Ihr braucht euch am Pier 39 übrigens nur so 1-2 Stunden aufhalten – das reicht völlig. Von hier fahren auch die Boots-Touren ab, die ihr euch meiner Meinung nach klemmen könnt. Chiara und ich haben eine klassische Bootsfahrt durch die Bucht und unter der Golden Gate Bridge hindurch gemacht, aber das Geld könnt ihr euch echt sparen. So spannend ist es nicht. Investiert die Dollarscheine lieber in Clam Chowder! Die amerikanische Seafood-Suppe ist sehr mächtig, aber auch sehr geil!

Dinnieren könnt ihr am Pier sehr lecker im “Pier Market Seafood”-Restautant direkt am Fisherman’s Wharf. Ich bestellte mir dort abends unfassbar leckere Nudeln mit frischen Meeresfrüchten und Tomatensoße. Dazu gab es einen frischen Salat (endlich mal was frisches in Amerika, hurra!) und zum Abschluss Kakao mit Schuss und Apfelkuchen mit Sahne. Kalorien zählen im Urlaub schließlich nicht.

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PAINTED LADIES

Wer früher “Full House” geguckt hat, MUSS hier hin. Die Painted Ladies am Alarmo Square sind eine Gruppe von bunt bemalten viktorianischen Häusern und erinnern wohl jeden an den Full-House-Vorspann. Denn wie die Familie Tanner, kann jeder im Park gegenüber chillen und die niedlichen Appartements bestaunen. Der Ort ist natürlich sehr überlaufen, viele Touris knipsen hier Erinnerungsfotos und viele Einheimische gehen hier mit ihren Hunden Gassi. Chiara und ich sind zu Fuß zum Park gelaufen und haben uns dann bei den Painted Ladies ins Gras gelegt und kurz gechillt. Geht natürlich nur bei gutem Wetter, aber wir hatten Glück und bekamen ordentlich Sonne ab. Die Painted Ladies sind übrigens wirklich bewohnt – der Preis pro Häuschen beträgt aktuell mehrere Millionen Dollar.

Übrigens: Das Zuhause der Familie Tanner ist NICHT eins der Painted Ladies. Das Haus mit der roten Tür steht aber auch in San Francisco – nämlich in der 1709 Broderick Street. 

GOLDEN GATE BRIDGE

DAS Wahrzeichen der Stadt wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Vor allem nicht, da wir einen knallroten Mustang für unseren Kalifornien-Trip unser Eigenen nennen durften. Den roten Flitzer wollte ich also unbedingt vor der roten Brücke knipsen. Und bitteschön ohne andere Menschen vor der Nase. Heißt: Chiara und ich standen vor Sonnenaufgang auf – und machten uns vorher per Google-Recherche auf die Suche nach dem besten Aussichtspunkt für die Golden Gate Bridge.

Diese beiden Orte kann ich sehr empfehlen:

Battery Spencer Aussichtspunkt // Nähe Kirby Cove Campground. Ihr fahrt also von San Francisco über die Brücke rüber nach Sausalito und biegt hinter der Brücke direkt links ab. Das Auto haben wir auf einer der Parkbuchten an der Straße abgestellt und sind dann zu Fuß einen kleinen Hügel hochgeklettert. Hier haben wir tolle Fotos von der Brücke machen können, aber natürlich OHNE Auto.

MIT dem Auto waren wir auf dem Marine Drive. Die kleine Straße befindet sich in San Francisco kurz vor der Brücke nach Sausalito. Normalerweise dürfen Autos nicht dort stehen, wo wir den Mustang abgestellt haben. Aber um 6 Uhr morgens hat das niemanden interessiert. Am Marine Drive gibt es auch den bekannten Aussichtspunkt Fort Point, der sich ebenfalls gut für ein paar Schnappschüsse eignet.

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PS: Unser Hotel in San Francisco kann ich leider nicht empfehlen. Die Unterkunft (“Da Vinci Villa”) war leider die Einzige auf unserer Kalifornien-Reise, die Chiara und mir so gar nicht gefallen hat. Für den recht teuren Preis sehr laut, sehr stickig, recht unfreundliches Personal, sollte man mal ein Problem haben – und das Frühstück haben wir uns an Tag 2 und 3 direkt gespart. Nächstes Mal würde ich – wie schon 2013 in SF – wieder auf AirBnb ausweichen.

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1 Comment

  • Reply Christine 23. Februar 2018 at 16:47

    San Francisco muss echt ein Wahnsinn sein! Ich plane ja insgeheim einen Westküsten-Roadtrip im nächsten Jahr und dann muss auf alle Fälle nach SF – ich speicher deine Tipps daher gleich mal! 😉
    Liebe Grüße, Christine

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